Der dominierenste Gedanke ist glaub ich der Wunsch nach Anerkennung oder so was. Ich weiß nicht, ich hab einfach verdammt große Angst vor dem allein sein und durch diese Angst entstehen so viele komische Sachen. Ich mach mich einfach ständig selbst total fertig und zieh mich mit meinen Gedanken runter, weil allein der Gedanke, dass mich jemand den ich nett finde, nicht interessant finden könnte bringt mich innerlich um.
Ein Beispiel wäre der Typ den ich vor kurzem angefangen hab zu daten. War alles ganz nett und easy und er schien mich auch zu mögen mehr als mir eigentlich lieb war, aber als er dann anfing sich nicht mehr so regelmäßig zu melden und etwas desinteressiert zu wirken, hat mich das echt in den Wahnsinn getrieben. Nicht weil ich ihn unbedingt will, sondern weil ich einfach nicht allein sein will....
Ich hab einfach diese schreckliche Angst nicht dazu zu gehören.
Ich weiß nicht wovon diese merkwürdigen Ängste kommen. Vielleicht liegt es daran, dass ich ziemlich zwiespältig im Krieg meiner Großeltern väterlicherseits und meiner Mutter aufgewachsen bin und dass mein Junkie Vater mich immer hat hängen lassen oder, falls er dann mal aufgetaucht ist, so zugedröhnt war, dass er entweder zu beschäftigt mit kotzen und einschlafen war. Manchmal scheints mir, dass ich einfach einen verdammt beschissenen Vaterkomplex hab, aber wer weiß das schon?
Ich weiß nur, dass mich der ganze Kram langsam echt fertig macht.
Ich war nie einer dieser Mädchen, die richtig dazu gehört haben. Sogar im Kreis meiner Cliquen war ich meist der Außenseiter. Als meine ''Emo-Phase'' dann anfing hab ich mich damit so ziemlich komplett ins Abseits geschossen. Familie, Freunde und so ziemlich Alle haben mit dem Finger auf mich gezeigt, bis ich nach einigen Jahren meiner Rebellion dann dem Druck von aussen nachgegeben habe und meinen Stil abgelegt hab. Seitdem steh ich ziemlich oft mit mir selbst im Konflikt. Also gehts seit so ca. 3 Jahren deshalb auch noch in mir drunter und drüber...
Ich bin jetzt 19 und habe keinen blassen Schimmer davon wer ich bin und was ich gern sein würde, weil ich das Gefühl hab, dass ich nur noch durch meine Ängste handel und diese mich langsam schon definieren. Davon abgesehen wusste ich eh nie wirklich wer ich bin... ich stand so ziemlich immer im Konflikt ''Das will ich - Das will meine Mutter'' und leider hat meist die Seite der Mutter gesiegt. Was hat ich denn auch für eine andere Wahl? Ich bin ihr hoffnungslos unterlegen...
Bald hab ich die Chance auf einen Neuanfang. Ich zieh in eine andere Stadt. So einigermaßen weg von der Kontrollgängen meiner Mutter. Aber hier fangen die Ängste wieder an. Ich mein ich alleine in einer neuen Stadt. In der Uni mit so vielen Menschen die mich hassen könnten. So vielen die auf mich herab sehen könnten.
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